Die schönsten Strände am Ionischen Meer

Juli heißt Hochsommer und natürlich Badezeit. Da im Juli und August in Italien Hochsaison ist, ist es nicht einfach, Strände zu finden, die landschaftlich schön liegen, sauberes Wasser bieten und dazu noch nicht überfüllt sind. An dieser Stelle möchte ich Ihnen ein paar Tipps geben, die alle in Süditalien liegen und sich am Ionischen Meer verteilen.

Kalabrien:

Punta Alice, unmittelbar oberhalb von Cirò Marina. Der Strand wird von Dünen und Hügeln gesäumt, die mit Olivenbäumen und mediterraner Macchia bestanden sind. Der Meeresgrund fällt langsam ab, der Strand ist damit für Kinder geeignet. Man kann sich Crotone mit dem spanischen Kastell, die spektakulär gelegene Burg Santa Severina und beim Capo Colonna die griechische Tempelsäule mit angeschlossenem Museum besichtigen.
Weißen, feinen Sand finden Sie am Strand von Roccella Ionica in der Provinz Reggio Calabria. Sehr schön ist auch die Strandpromenade, die sich über ca. 3 km hinzieht. Roccella Ionica erfreut mit einem gefälligen Ortsbild, man kann zu den Ruinen eines mittelalterlichen Kastells hochsteigen und von oben einen grandiosen Blick genießen.
Vom 12. bis 20. August findet dieses Jahr das alljährliche Jazzfestival statt.

Apulien:

Der Strand von Piri Piri (Lidi di Piri Piri) befindet sich ca. 40 km südlich der Stadt Taranto unweit von Maruggio unterhalb des Städtchens Manduria. Einzigartig sind die Süßwasserquellen, die man nur wenige Meter vom Ufer entfernt unter dem Sand findet.
Mit feinem, weißem Sand wird der Badegast am Lido di Chiatona verwöhnt, an der Küste unterhalb der Stadt Massafra, ebenfalls in der Provinz Taranto. Ein wunderschöner Pinienwald schließt sich an den Strand an. In Massafra selbst kann man einen komplett unterhöhlten Stadtteil mit Hunderten von Höhlenhäusern besichtigen.

Sizilien:

Vor den skelettartigen Bauten einer ehemaligen Thunfisch-Fanganlage erstreckt sich der Strand von Vendicari, zwischen Noto und Pachino in der Südostecke von Sizilien. Wer sich daran nicht stört, findet eine Oase der Ruhe. Die nahegelegene Riserva Naturale Oasi Faunistica Vendicari dient den Zugvögeln als Rastplatz.
In den Fonte Bianche 15 km südlich von Syrakus wechseln sich felsige und sandige Strandabschnitte ab. Der Name des Strandes kommt von den Süßwasserquellen, die sich längs der Küste verteilen.

Anreise:

Nach Kalabrien fliegt man am besten nach Lamezia Terme; es gibt mit z.B. Direktverbindungen mit airberlin von Berlin, Nürnberg, München, Leipzig.
Nach Bari in Apulien fliegen z.B. von München Lufthansa und airberlin, von Düsseldorf und Frankfurt ryanair, von Stuttgart und Köln Germanwings.
Nach Catania in Sizilien fliegen z.B. airberlin (Berlin, Düsseldorf, Köln, München) oder Germanwings (Hannover).

Schönen Urlaub!

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Der Niedergang des Latin Lover

Man  hat es ja schon geahnt, aber jetzt gibt es auch Untersuchungen darüber: Der männliche, starke, selbstsichere Eroberer ist auch in Italien auf dem Rückzug, und das im Land der feurigen Latin Lover. Nach Untersuchungen der Accademia internazionale Stefano Benemeglio und www.italia.salute.it geben (bei einer Stichprobe von 1000 befragten italienischen Männern und Frauen) 30 Prozent der Männer an, von aggressiven Frauen verunsichert zu sein. Die Frauen wiederum sind mit dem Auftreten der Männer unzufrieden: 38 Prozent der befragten Frauen finden die Männer ängstlich, passiv, schwach und nicht mehr in der Lage, wie die Männer von früher ihnen den Hof zu machen. So treffen zwei fatale Wahrnehmungen aufeinander: die Männer fliehen vor Frauen, die sie als zu dominant empfinden, während die Frauen sich über feminisierte Männer beklagen. Aus den Untersuchungen geht jedoch nicht hervor, ob sich der Rückzug des Latin Lovers auch bei den Kontakten der Einheimischen zu Touristinnen bemerkbar macht…

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Spritz – der Beitrag Venetiens zur italienischen Aperitifkultur

Jetzt sitzen am Abend die Leute bei warmen Temperaturen draußen vor den Bars  und genießen ihren Aperitif. Besonders beliebt ist ein Getränk aus dem Veneto, das die Aperitifkultur der Italiener bereichert hat:
der Spritz bzw. Sprizz oder Veneziano, der nicht nur in Venedig und im Veneto sehr beliebt ist, sondern in ganz Italien getrunken wird. Als Aperitif wird der Spritz meist aus Weißwein aus dem Veneto, Mineralwasser und einer Beigabe von Campari (al bitter) oder Aperol (all’Aperol) gemischt. Oft wird er auf Eis mit einer Zitronen- oder Orangenscheibe, eventuell auch mit einer großen grünen Olive mit Kern serviert. Mancherorts wird der Spritz auch auf der Basis von Prosecco, in diesem Falle ohne Mineralwasser, zubereitet. Manchmal werden Gin, Rotwein oder andere Spirituosen beibegeben.
Historisch geht die Bezeichnung „Spritz“ wahrscheinlich auf die Zugehörigkeit der Region zu Österreich (bis 1866) zurück, wo der alkoholreiche Wein gerne mit Soda gemischt als „Gespritzter“ getrunken wird.

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Kalabrien – viel besser als sein Ruf

Kalabrien – die dünn besiedelte Stiefelspitze Italiens – ist immer noch ein Geheimtipp für alle, die nach Erholung in unberührter Natur suchen, jedoch nicht auf den Besuch historischer Sehenswürdigkeiten verzichten möchten. Eine reizvolle Landschaft aus dichten Wäldern, Bergen und Küste breitet sich zwischen dem Tyrrhenischen und Ionischen Meer aus. Die Gebirgsmassive der Sila, Aspromonte und des Pollino bedecken das raue Landesinnere. Die Berge erreichen teilweise 2000 Meter Höhe. Buchtenreiche, schöne Strände prägen die Küstenregion.
In den Küstenregionen gedeihen Palmen, Kakteen, Agaven, Pinien, Oliven-, Zitronen- und Orangen- sowie Eukalyptusbäume. Neben der Landwirtschaft spielt wirtschaftlich der Fischfang eine große Rolle; der Tourismus befindet sich seit dem Bau des Flughafens von Lamezia Terme im Aufwind.
Wir haben die Region 2007 vier Wochen lang bereist und waren von dieser Region und seinen Menschen begeistert.

Sie reisen am besten über den Flughafen Lamezia Terme an. Begeben Sie sich in östlicher Richtung zur Isola di Capo Rizzuto (in Wirklichkeit eine Halbinsel) nach Le Castelle. Bei einem Cappuccino können Sie den Blick auf das malerische Aragonierkastell genießen und es natürlich auch besichtigen. Die ganz Wagemutigen springen bei gutem Wetter ins frisch-kühle Meereswasser.
Einen Abstecher lohnt Capo Colonna, benannt nach einem der Göttin Hera Lacinia geweihten Tempel, von dem allerdings nur noch eine Säule erhalten ist. Ein neu eröffnetes Museum informiert über die Kultur der Magna Grecia, der griechischen Besiedlung dieses Landstrichs.

Crotone bietet ein interessantes Kastell und gibt einen Einblick in den Alltag einer süditalienischen Stadt. Die Bewohner, die um den schlechten Ruf ihrer Stadt wissen, sind gegenüber Fremden freundlich und hilfsbereit.
Schon von weitem sieht man bei der der Fahrt nach Santa Severina das mächtige Castello, das die Normannen von den Byzantinern übernahmen und es ausbauten. Es werden ausführliche Führungen angeboten, fragen Sie nach einer auf Englisch.
Kulturgeschichtlicher Höhepunkt eines Besuchs von Rossano ist der Codex Purpureus Rossanensis im Diozösanmuseum. 188 Pergamentblätter, mit Purpur koloriert, stellen Szenen des Matthäus- und Markus-Evangeliums dar. Rossano hat eine kleine reizvolle Altstadt, wo es sich gut bummeln lässt. www.italienfuerentdecker.de/orte-details.php?id=373

Eine weitere interessante Station ist Sibari, wo noch Reste der antiken griechischen Stadt erhalten sind. Die Stadt war unermesslich reich, die Bewohner pflegten einen luxuriösen Lebensstil.

Cosenza ist die “heimliche Hauptstadt” Kalabriens. Nur wenige Touristen besuchen die Stadt. An der Piazza Duomo spielt sich das Leben in der Altstadt ab. Neben dem normannischen Dom sollten Sie das elegante Teatro Rendano besichtigen.
Wenn Sie Zeit haben und ein Naturerlebnis suchen, sollten Sie in die nahe gelegene Sila Grande fahren. Verpassen Sie nicht, die Giganti della Sila, eine Gruppe jahrhundertalter Baumriesen nahe der Ortschaft Camigliatello zu bewundern.

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Einwanderer in Italien – ein noch ungelöstes Problem

Was wäre Italien ohne Ausländer?
Ein Land in großen Schwierigkeiten.
Wer würde schlecht bezahlte, „niedere“ Arbeit machen, die die Italiener nicht mehr machen wollen? Ein Heer von Krankenpflegern, Haushaltshilfen oder Erntehelfern leisten eine Arbeit, ohne die viele Dienste eingestellt werden müssten.
Ohne Zweifel sind die rund 5 Millionen Ausländer sehr wichtig für die italienische Wirtschaft und noch mehr für die Zukunft. Derzeit tragen die Ausländer zu knapp 10% des Bruttoinlandsprodukts bei. Es wird geschätzt, dass bis 2060 der Anteil der Ausländer 20% der Bevölkerung sein wird.
Italien ist bereits eine multiethnische Gesellschaft, aber viele haben Probleme damit, diese Realität anzuerkennen. Leicht vergessen die Menschen, dass ihre Landsleute bis vor 30 Jahren selbst in viele Länder der Welt auswanderten. Es ist keine schlüssige Einwanderungspolitik zu erkennen, vielmehr dienen (illegale) Einwanderer als geeignetes Ziel, um von Problemen und Skandalen abzulenken. Glücklicherweise gibt es auch besonnene Stimmen, und so bleibt zu hoffen, dass es auch in Italien zu Fortschritten bei der Integration der Immigranten kommen wird.

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Osterbräuche in Italien

Osterzeit in Italien – das ist noch heute stärker als beispielsweise in Deutschland ein kirchliches Fest und zugleich ein Fest, das als eigentlichen Feiertag den Ostersonntag kennt: Karfreitag ist ein Arbeitstag, am Ostermontag fahren Millionen Italiener aufs Land. Doch die gesamte Karwoche ist religiös geprägt. Traditionell geht in ganz Italien an den Tagen vor Ostern vor allem in den ländlichen Gebieten ein Priester von Haus zu Haus und segnet die – unbemalten oder bemalten, nicht gekochten Eier – als Zeichen der Fruchtbarkeit und des Wiedererwachens der Natur. Der Osterhase ist in Italien unbekannt.

In den verschiedenen Regionen des Landes sind die Prozessionen unterschiedlich ausgeprägt, entsprechend der unterschiedlichen Traditionen – aber generell sind die Karfreitag-Prozessionen der prunkvolle wie religiös-innige Höhepunkt der Karwoche. In vielen Orten finden prächtige Umzüge statt, bei denen Christus oder die Madonna durch die Straßen getragen werden.

Natürlich wird in Italien zu Ostern üppig aufgetragen. Am Karfreitag selbst gibt es traditionsgemäß Fisch. Im Mittelpunkt steht am Ostersonntag das Osterlamm; in Süditalien wird der traditionelle Reiskuchen offeriert und zum Dessert wie auch zum Kaffee gibt es die Colomba, einen taubenförmigen Kuchen mit kandierten Früchten, Mandeln und Rosinen.

Süßes gibt es in ganz Italien für die Kinder in grellbunter Verpackung – nämlich oft riesengroße Schokoladeneier – sehr oft sind es Eier mit überraschendem Inhalt: Spielzeug, Autos, Plüschtiere…

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Handswerksberufe – trotz bester Perspektiven bei der italienischen Jugend nicht gefragt

Immer weniger junge Leute in Italien wollen einen Handwerksberuf lernen. Wie in Deutschland herrscht auch in Italien ein Mangel an Handwerkern. Besonders gefragt sind Schreiner, Zimmerleute, Klempner und Elektriker. Warum aber wollen die jungen Leute nicht mehr diese Berufe ergreifen?

Die italienische Jugend sind Kinder unserer Zeit: viele jungen Männer und Frauen träumen davon, reich und berühmt werden, wollen eine sehr interessante und gut bezahlte Arbeit, vorzugsweise beim Fernsehen finden. Dies ist legitim, die Realität sieht jedoch ganz anders aus. Das Land befindet sich in einer Wirtschaftskrise, die Arbeitslosigkeit bei den unter 25jährigen liegt bei fast 30 Prozent. Befristete Verträge auch bei 40jährigen sind inzwischen keine Seltenheit mehr. Vor einigen Tagen gingen die Precari, wie sie genannt werden, landesweit auf die Straße.
Auf der anderen Seite erzielen Handwerker wegen der hohen Nachfrage ein Einkommen, von dem viele Hochschulabsolventen nur träumen können…

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Die chinesische Community in Italien – eine Welt für sich

Schon seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts kamen die ersten chinesischen Einwanderer, und zwar nicht aus China, sondern aus Frankreich und der Schweiz. Sie arbeiteten als Straßenhändler oder in den Textilfabriken Norditaliens. Bereits 1949 eröffnete dann das „Shanghai“, das erste chinesische Restaurant in Rom. In den 80er und 90er Jahren setzte dann die Einwanderung aus China selbst ein. Heute leben in Mailand über 15000 gemeldete Bürger aus dem Reich der Mitte, über 10000 in Florenz, ca. 8000 in Prato in der Toskana; das macht ein Viertel der Bevölkerung dieser Stadt aus!

Die chinesische Bevölkerungsgruppe arbeitet hart und hat es in einigen Fällen zu sichtbaren Wohlstand gebracht. In der Umgebung rund um die Via Paolo Sarpi in Mailand, wo meine Lebensgefährtin und ich wohnen, reiht sich ein chinesisches Geschäft an das andere.
Gleichwohl ist das Verhältnis zu den Einheimischen nicht frei von Spannungen. Die Abschottung der chinesischen Community wird von manchen Italienern mit Unbehagen registriert. Eine auffallend niedrige Sterberate lässt bei den italienischen Behörden den Verdacht aufkommen, dass hier illegal lebende Chinesen mit den Papieren Verstorbener ausgestattet werden.

2007 gab es in Mailand Zusammenstöße zwischen den Anwohnern von Chinatown mit der Polizei: eine Politesse hatte einen Strafzettel für Falschparken verteilt, die betroffene chinesische Händlerin wurde handgreiflich. Am Ende gab es Sachschäden und etwa dreißig Verletzte. Seitdem haben sich die Gemüter beruhigt, das Leben geht hier seinen gewohnten geschäftigen Gang.

Seit dem letzten Jahr sind Bauarbeiten im Gang, Via Paolo Sarpi wird zu einer Fußgängerzone umgestaltet. Es wurden Bäume gepflanzt, das Ambiente ist schöner und gepflegter geworden. Ein Spaziergang lohnt sich immer, sei es, um ein Schnäppchen in den vielen Geschäften zu finden, oder in den Restaurants gut und wirklich preiswert zu essen. So findet man unvermutet ein Stück asiatischer Kultur im Bel Paese.

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Cremona, Crema und Lodi – Touristische Perlen in der Lombardei

Die Lombardei außerhalb der Hauptstadt Mailand bietet ein vielen noch unbekanntes Italienerlebnis. Abseits des Massentourismus haben sich kleine und größere Orte ihren Charme bewahrt und pflegen ihren eigenen Lebensrhythmus.
Die Region ist der wirtschaftliche Motor Italiens (auch wenn der zur Zeit etwas stottert), die Menschen hier geben viel Geld für Kleidung und gutes Essen aus und kreieren einen Lebensstil, der im Land bewundert und nachgeahmt wird.
Wenn Sie ein paar Tage oder auch nur ein Wochenende Zeit haben, stelle ich Ihnen einen Landstrich vor, der in Deutschland kaum bekannt ist: die Provinz Cremona. Sie ist flach wie ein Brett und mit den Flüssen Po, Oglio, Serio und Adda sehr wasserreich und fruchtbar; die Landwirtschaft und die Verarbeitung der landwirtschaftlichen Produkte bilden das Rückgrat eines Wohlstands, der weit über dem italienischen Durchschnitt liegt.
Hauptstadt der Provinz ist mit gut 70000 Einwohnern Cremona, die mit einer ganzen Reihe von touristischen Attraktionen aufwartet.
Ganzer Stolz der Cremoneser ist ihre Altstadt mit dem Domplatz. Die wesentlichen Teile der dortigen Kathedrale entstanden zu Beginn des 12. Jahrhunderts. Um 1500 wurde schließlich seine Hauptfassade an der Westseite zur Piazza hin mit Marmor verkleidet.
Wie in vielen italienischen Städten ist dem Dom ein achteckiges Baptisterium (Taufkirche) zugeordnet. In ihm sind das Taufbecken sowie eine Sammlung römischer Plastiken zuhause.
Direkt neben dem Dom befindet sich mit dem 112 m hohen Torrazzo der höchste Glockenturm Italiens. Eine kurze Beschreibung der Sehenswürdigkeiten finden Sie  unter www.italienfuerentdecker.de/orte-details.php?id=340

Haben Sie noch Zeit und Unternehmungslust für eine Rundreise? Steuern Sie Crema, ein 30000-Seelen-Städtchen im Nordwesten Richtung Mailand an: Auch die Leute von Crema haben ihren “Torrazzo” und ihren Dom, wenn auch alles eine Nummer kleiner. Machen Sie einen Spaziergang auf der via XX Settembre Richtung Domplatz; Sie werden viele Fotomotive finden! Eine Kurzbeschreibung von Crema steht unter www.italienfuerentdecker.de/orte-details.php?id=378
Von Crema können Sie einige Kilometer Richtung Westen fahren und  Lodi besuchen, eine touristisch unbekannte Kleinstadt, die ein schönes Zentrum, sehenswerte Kirchen und einige sehr hübsche Ecken hat. www.italienfuerentdecker.de/orte-details.php?id=343

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Katerstimmung zum 150. Jahrestag der italienischen Vereinigung

In wenigen Tagen begeht Italien den 150. Jahrestag seiner nationalen Vereinigung. Sie wurde 1861 vollzogen (am 17. März jenes Jahres wurde Viktor Emanuel II. in Turin zum König Italiens ausgerufen) und deshalb hat die Regierung diesen Tag kurzerhand zu einem nationalen Feiertag erklärt.
Obwohl die Feierlichkeiten bereits begonnen haben, ist vielen Italienern nicht zum Feiern zumute: das Land ist politisch gespalten und befindet sich in einer tiefen Wirtschaftskrise. Die Gräben zwischen Nord und Süd sind tiefer denn je: ohne Perspektiven suchen vor allem Akademiker aus dem Süden im Norden oder im Ausland ihr Glück.
Die Lega Nord, Partei des Politikers Bossi betreibt mehr oder weniger offen die Abspaltung vom Rest des Landes. Ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, wie es sich z.B. in Frankreich beobachten lässt, hat sich hierzulande nie entwickelt. Lösbar erscheinen langfristig die Probleme nur, wenn der Süden es endlich schafft, wirtschaftlich auf eigenen Beinen zu stehen.

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